|
Seit einigen Jahren zeichnet sich der Trend einer stetigen
Abnahme der Anzahl aktiver Tischtennisspieler in den Vereinen
immer deutlicher ab. Angesichts dieser bedrohlichen Tendenzen
taten sich einige Mitglieder der Vereine SV Mähringen und TSV
Blaustein zusammen, um dem zumindest ein wenig
entgegenzuarbeiten. Nach ausgiebigen Gesprächen und Diskussionen
kam man zu dem Entschluss einen Tischtennis-Förderverein für
Mähringen und die nähere Umgebung im nördlichen Bereich von Ulm
zu gründen. Sinn und Zweck war und ist es, durch Sponsoren und
Veranstaltungen einen finanziellen Rahmen zu schaffen, der es
ermöglichen soll, durch gezielte Maßnahmen - auch und vielleicht
sogar besonders im gesellschaftlichen Bereich - Anreize zu
geben, wieder Tischtennis zu „leben“. Dies gilt natürlich
besonders - aber nicht nur - für den Jugendbereich.
Im Laufe der Jahre war die Anzahl der aktiven Mähringer
Mannschaften im Jugend-, Damen und Herrenbereich von einer
stattlichen Zahl von sieben oder acht Mannschaften auf gerade
mal noch zwei Herrenmannschaften - die auch nur noch mühsam den
Spielbetrieb aufrecht erhalten konnten - geschrumpft. Dieser
Trend spiegelt die allgemeine Entwicklung in der überwiegenden
Mehrzahl der Tischtennisabteilungen und –vereine des Bezirks Ulm
wieder.
Insbesondere betrifft dies den Jugendbereich, da im engeren
Einzugsbereich einer Großstadt wie Ulm ein sehr großes
Freizeitangebot angeboten wird. Nicht nur sportbezogene
Alternativen machen den Tischtennisabteilungen und – vereinen
das Leben schwerer, als dies in ländlicheren Gebieten außerhalb
des Dunstkreises einer Großstadt der Fall ist.
Dort ist in der Regel die Verkehrsanbindung doch wesentlich
schlechter, so dass sich die Freizeitaktivitäten zwangsläufig
mehr auf lokale Angebote konzentrieren. Dies gilt natürlich
besonders für Jugendliche, die auf die öffentlichen
Verkehrsmittel angewiesen sind.
Zwangsläufig verarmte die Jugendarbeit in vielen stadtnahen
Vereinen wegen mangelnder Nachfrage immer mehr, was letztendlich
sehr viele Vereine zwang, die Jugendarbeit völlig einzustellen.
Ebendies war auch in dem Ulmer „Trabanten“-Ortsteil Mähringen
der Fall. Das Interesse Jugendlicher an der „Randsportart“
Tischtennis nahm derart rapide ab, dass Ende der neunziger
Jahren der Jugendbetrieb eingestellt werden musste.
Ein zusätzliches Handicap erwuchs aus der für den aktiven
Vereinsbetrieb negativen und geradezu verhängnisvollen
Verlagerung beruflicher Tätigkeiten in die späteren Abendstunden
(siehe z.B. Ladenschlusszeiten, Öffnungszeiten von
Dienstleistungsbetrieben …..). Vielen Funktionären,
Übungsleitern und Trainern ist es deshalb nicht mehr möglich
ehrenamtliche Tätigkeiten zu übernehmen. Auch dies trifft
natürlich besonders den Jugendbereich, denn welche Eltern lassen
ihre Kinder schon gerne bis spät in die Nacht in die Halle oder
auf den Sportplatz gehen? Denn nur dann haben immer mehr
Ehrenamtliche Zeit für ihre Tätigkeiten! Natürlich gibt es auch
hier Ausnahmen, aber die Zahl der (sicherlich positiv)
„Tischtennisverrückten“ hält sich natürlich in Grenzen.
Aktueller Anstoß und auch willkommener Anlass, den Förderverein
aus der Taufe zu heben, war die Übernahme der Durchführung der
Deutschen Tischtennis-Einzelmeisterschaften im Behindertensport
in der Blauringhalle am 14/15. April 2000 in Ulm. So fanden sich
etwa ein Dutzend Tischtennisfreunde am 3. Dezember 1999 zur
Gründungsversammlung im Lokal „Zum Rössle“ zu Mähringen
zusammen.
Seitdem wurden immer wieder Aktionen in Sachen
Sportgerätebeschaffung und gesellschaftlicher Veranstaltungen
unternommen, um das Tischtennis “leben“ in unserer Region
reizvoller zu gestalten. Wir wünschen und hoffen, dass die
Deutschen Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaften im Juni 2007
ein weiterer und besonders herausragender Höhepunkt im Rahmen
der Förderverein-Veranstaltungen sein werden.
Ihr Tischtennis-Förderverein Mähringen e.V. |