Chronik

1 Josef Klingler, 2 Wilhelm Haug, 3 Josef Wiedmann, 4 Mathäus Schnetzer, 5 Georg Looser, 6 Anton Kummer, 7 Philipp Straub, 8 Hans Haug, 9 Josef Geiß, 10 Adelbert Brandstätter, 11 Leopold Schaich, 12 Hermann lhle, 13 Anton Jöchle (Schultheis),14 Leonhard Molitor,15 Karl Rampf,16 Anton Kurfeß,17 Anton Hepple, 18 Stefan Schnetzer, 19 Peter Wiedmann, 20 Jakob Bek, 21 Anton Schmid, 22 Hans Knoll, 23 Franz Kummer, 24 Meinrad Bunk, 25 Josef Bunk, 26 Karl Göttle, 27 Anton Doll, 28 Hans Doll, 29 Georg Ruß, 30 Hans Sauter, 31 Lorenz Zell, 32 Karl Brandstätter, 33 Gustav Kienzle, 34 Josef Sauter, 35 Josef Haug, 36 David Lenz, 37 Andress Kneer, 38 Christian Staigmiller, 39 Anton Pfohmann, 40 Jakob Grießinger

1899
Am 5. August versammeln sich 40 junge Männer aus der Gemeinde Klingenstein und gründen in der "Kalten Herberge" den damaligen Turnverein Klingenstein. Darüber besteht ein Gründungsprotokoll, in welchem im einzelnen die damalige Zeit beschrieben und alle Gründungsmitglieder aufgeführt sind: Namen aus unserer Gemeinde, die heute zum Teil vergessen und zum Teil durch ihre Enkel und Urenkel in unserem Verein lebendig sind. In den vorhandenen Protokollen sind die ehemaligen Ehrenvorstände, Ehrenmitglieder, Vorsitzende, deren Stellvertreter, Schriftführer und Kassierer bis 1945 aufgeführt.

1899 bis 1945
In diesem Zeitraum hat der Verein 14 Erste Vorsitzende, die mit ihrer Vorstandschaft die Geschicke des Vereins lenken und von denen keiner mehr unter uns weilt. In diesen ersten 45 Jahren sind viel Idealismus und Treue zum Verein notwendig. Angefangen wird mit wenig Geld, wenige Mitglieder helfen zur Anschaffung von Sportgeräten und zum Kauf der ersten Turnhalle.

1909
10 Jahre Turnverein Klingenstein, der damals 143 Mitglieder zählt.

1910
Zum ersten Mal wird in der Chronik Fußball erwähnt. Auf der Beibruck spielen Klingenstein und Herrlingen gegeneinander.

1911
Ist Fahnenweihe. Sie wird durch viele Geldbeträge gestiftet und ist bis heute mit zahlreichen Bändern geschmückt.

1913
Wird das zweite Gauturnfest in Klingenstein abgehalten, bei dem 39 Siege errungen werden.

1914 bis 1918
1. Weltkrieg, aus dem 22 Männer nicht wieder nach Hause kamen.

1919
Nach diesem 1. Weltkrieg feiert der Verein in kleinem Rahmen sein 20jähriges Bestehen.

1921
Die Handballabteilung wird gegründet. Die ersten Spiele werden bestritten.

1924

1922 bis 1923
streben die turnerischen und fußballtreibenden Kräfte auseinander. Zwei Vereine entstehen, beide wollen im sportlichen Bereich das Beste für ihre Mitglieder.

1923
Deutsches Turnfest in München. Ein Höhepunkt für den Verein: zwei Deutsche Sieger im Zwölfkampf und der Eichenkranz als äußeres Zeichen.

1924
ist 25jähriges Gründungsfest. Zwei Tage findet ein großes Turnfest mit 400 Aktiven statt. Im Protokoll wird vermerkt: Dieses Turnertreffen ist eine offene Meisterschaft, für die vom Deutschen Turnerbund eine Genehmigung eingeholt werden muß. Der Verein feiert die Einweihung der vergrößerten Turnhalle.

1929
30 Jahre wird unser Jubilar. Die damalige Festrede ist erhalten geblieben. Gesprochen wird von Rück- und Vorschau und, wie heute, die Jugend ermahnt, mitzumachen: „Mach’ mit, sei auch Du dabei, treibe Sport, Gymnastik, Turnen - komm’ zu uns.” Gleichzeitig wird die abermals erweiterte Turnhalle in der Schulstraße mit einem grossen Fest des Ulmer Turngaus übergeben.

1932
muß man erwähnen, weil die Turnvereine Klingenstein und Herrlingen einen Badeplatz an der Blau haben und dort ein Gauschwimmfest abgehalten wird. In der Chronik von damals steht, „daß die beiden Geschlechter nicht zusammen baden sollen“.

1933
Durch den Reichsbund für Leibesübungen werden neue Ziele verfolgt - beide Klingensteiner Vereine werden zusammengelegt. Die Abteilung „Ski“ wird gegründet.

1937
Der Sportplatz in der Lix wird pachtweise erworben.

1938
Deutsches Turnfest in Breslau, drei Wettkämpfer werden entsandt.

1939
Im August Gauturnfest mit 38 Teilnehmern in Ludwigsburg. Kaum einer wußte, daß in wenigen Tagen ein Krieg anfangen würde, der auch in unserer Gemeinde und im Verein so viel Leid bringen wird. Eigentlich wäre die 40-Jahr Feier fällig gewesen.

1940
60 Männer werden einberufen und die ersten Toten der Gemeine sind durch Bombenabwurf zu beklagen.

1940 bis 1944
39 Mitglieder sind in diesem leidvollen Krieg gefallen, 17 werden vermißt. Die Mitgliederzahl ist klein geworden.

1945
Aus - alle Vereine verboten, die Turnhalle ist abgebrannt. Doch schon im Oktober finden sich die ersten Sportbegeisterten zusammen, um einen Neuanfang zu wagen, zu dem damals die Zustimmung der Amerikaner nötig war. Der TSV Klingenstein wurde beschlossen. Der Übungsbetrieb fängt mit Turnen und Fußball an. Die folgenden Jahre sind Aufbaujahre.

1947
Namensänderung in Turn - und Sportverein 1899 Klingenstein.

1949
50 Jahre feiern wir. Das Vereinsheim in der Lix kann benutzt werden mit einer Festwoche für Mitglieder und Besucher.

1954
Die Tischtennis-Abteilung wird ins Leben gerufen.

1959
60 Jahre TSV. Sieben Tage wird ein Festprogramm abgehalten, bei dem alle Abteilungen ihr Können zeigen. Prominente Gegner sind dabei: Die Fußball AH spielt gegen St. Gallen und die zweite Mannschaft empfängt, ebenfalls aus der Schweiz, den FC Lotzwill. Auch Handball wird gespielt, gegen TB Eßlingen. Ein gelungenes Fest und eine Werbung für unseren Verein.

1963
Die Abteilung „Ski“ wird erweitert zur Abteilung „Ski und Wandern“. In Ehrenstein wird von der Gemeinde die Blautalhalle gebaut, die der Verein mit seinen Abteilungen benutzen kann und somit einen sportlichen Auftrieb bringt. Auch gesellschaftlich wird diese Halle benutzt. Der Name wird geändert in TSV 1899 Klingenstein-Ehrenstein.

1964
Mit einer großen Veranstaltung wird in der Blautalhalle das 65jährige begangen.

1965
Gründung der Sportkegelabteilung

1966
Von der Gemeinde wird der Jahnplatz mit einem Vereinsheim erstellt. An diesen Arbeiten haben zahlreiche Mitglieder ehrenamtlich mitgewirkt.

1968
Nach dem freiwilligen Zusammenschluß im Zuge der Gemeindereform entsteht die Gemeinde Blaustein. Auch für den Verein ist dies Anlaß, seinen Namen erneut zu ändern: TSV 1899 Blaustein.

1969
Vom 7. bis 15. Juni finden die Festtage zum 70-jährigen Bestehen statt - eine Woche lang Spiel und Sport. Den Abschluß bilden das Gaukinderturnfest auf dem Jahnplatz und ein Festzug.

1974
75 Jahre TSV mit großem Festzeit in der Lix. Der sportliche Teil wird von der Jugend bestritten, im Festzelt wirken der Musikverein und die Chorvereinigung mit. Besondere Beachtung finden Kunstturnwettkämpfe. Die Sportkegelabteilung veranstaltet mehrere Vergleichskämpfe.

1978
Der Lauftreff kommt als neue Variante. Die Entwicklung und der Zuspruch zu dieser Sportart ist so groß, daß 1981 eine eigene Abteilung gegründet wird.

1979
80 Jahre - zwei Tage wird in der Blautalhalle gefeiert. Auch hier wird das Programm von den Abteilungen bestritten, ein Bezirkskinderturnfest wird in der Blautal- und Mörikehalle sowie auf dem Jahnplatz durchgeführt.

1980
Am 21. Juni beschließen die anwesenden Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung, den Beitrag zu erhöhen und den Mehrbetrag als Rücklage für ein neues Vereinsheim zu verwenden.

1981
Eine Zusammenkunft des Gesamtvorstandes und der Abteilungsleiter im Oktober hat das Ziel, eine Bedarfsplanung zu erstellen und diese darf als „Geburtsstunde“ des neuen Vereinsheimes gelten. Die Ski- und Tennisabteilung kann zwei neue Tennisplätze in der Lix einweihen.

1983
Die Gemeinde entscheidet sich für den Bau der Lixsporthalle, um dem Spielbetrieb bessere Möglichkeiten zu bieten. Deutsches Turnfest in Frankfurt. Die Turner bringen eine Eiche mit, die vor dem in der Planung stehenden neuen Vereinsheim gepflanzt werden soll.

1984
85 Jahre TSV mit einem Festabend in der Blautalhalle sowie weiteren Darbietungen.

1985
Am 10. März 1985 wird den Mitgliedern im alten Lixheim Gelegenheit gegeben, sich zu informieren, wie das geplante Vereinsheim aussehen wird. In der außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 19. Juli in der Blautalhalle entscheiden sich die Mitglieder für den Bau des neuen Heimes und bereits am 7. September erfolgt der erste Spatenstich. Architekt ist das Vereinsmitglied Hans Stützlein. Er ist auch als Bauleiter jeden Tag auf der Baustelle und hat auf alle Fragen der Handwerker und Helfer eine Antwort und Lösung. Bevor die Rohbauarbeiten begonnen werden können, müssen 120 Betonpfähle in den moorigen Untergrund gerammt werden.

1986
Richtfest ist am 20. Juni 1986. Spätestens jetzt beginnt die große Zeit der freiwilligen Helfer, die mit ihren enormen Eigenleistungen den Bau überhaupt erst ermöglichen. 26. September: Die Kegelbahnen mit dem Kegelstüble sind fertiggestellt und die Mitglieder der Kegelabteilung können endlich ihren Sport auf der „eigenen“ Anlage ausüben.

1987
Am 12. September ist das Vereinsheim fertig und die „Lixpark-Gaststätte“ wird der Pächterfamilie Hafner übergeben.

1988
Die Tennisabteilung nimmt zwei weitere Tennisplätze in Betrieb. Die offizielle Einweihung des Heimes und der Lixpark-Gaststätte erfolgt vom 3. bis 5. Juni. Es ist ein großes Fest mit vielen sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkten. Die Abteilungen des Vereins stellen sich gemeinsam im Stadion vor.

1989
Vom 9. Juni bis 24. Juni feiert der TSV sein 90-jähriges Jubiläum mit einem tollen sportlichen und gesellschaftlichen Programm.

1991
Die 1. Fußballmannschaft steigt nach vielen Anläufen in die Landesliga auf.

1992
Die Vereinssatzung wird durch ein neues Organ mit dem „Präsidium“ ergänzt und anlässlich der Jahreshauptversammlung am 01.04.1992 beschlossen. Das 1. Präsidium setzt sich zusammen: Präsidiumvorsitzender Herr Robert Epple, Präsidiummitglieder: Herren Siegfried Hafner und Hans Schall.

1999 – 100-jähriges Jubiläum


Die TSV Vereinsfahne wurde anlässlich der Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Vereins 1999 im Rahmen eines Festgottesdienstes feierlich geweiht und Ihrer Bestimmung übergeben.

2001
Der 1. Männermannschaft der Abt. Handball gelingt der lang ersehnte Aufstieg in die Landesliga. Ernst Gaiser wird Württembergischer und Deutscher-Vize-Meister bei den Kegel-Senioren im Einzelwettbewerb.

2003
Gründungsversammlung der Abteilung Volleyball als 10. Abteilung des TSV 1899 Blaustein e. V. am 21.02.2003. Der Verein hat 1898 Mitglieder. 708 Mitglieder sind unter 18 Jahre. Jeder 2. Jugendliche in Ehrenstein/Klingenstein ist Mitglied beim TSV. Der Abt. Handball gelingt nach nur einem Jahr der Zugehörigkeit zur Landesliga der sofortige Wiederaufstieg. Ein Höhepunkt in der über 100 jährigen Vereinsgeschichte. Erste Deutsche Meisterschaften werden durch die Kegelabteilung errungen. B-Jugend-Mädchen und Senioren A werden Deutscher Mannschaftsmeister 2003. Die Terrasse der vereinseigenen Lixparkgaststätte wird um 120 qm vergrößert . Es stehen jetzt 120 Plätze unter freiem Himmel zur Verfügung.

2011
Der 1. Mannschaft der Abt. Handball gelingt nach wiederholtem Auf- und Abstieg von der Bezirks- und Landesliga bereits 4 Spieltage vor Schluss der Aufstieg in die Württembergliga.

2015
Die 1. Mannschaft der Fußball Abteilung steigt in die Landesliga auf.

Sabrina Kunz springt im Mai bei den Deutschen Einzelmeisterschaften im Rope Skipping in Brackwede den besten Freestyle und qualifiziert sich damit zur Europameisterschaft an der sie im Juli in Idar-Oberstein teilnimmt.

2016

Die 1. Mannschaft der Handballabteilung wird in der Württembergliga Süd am letzten Spieltag Meister und gleichzeitig Aufsteiger in die Baden-Württemberg Oberliga.

In 2 Entscheidungsspielen gegen den Meister der Württembergliga Nord (TSV Weinsberg)  holt sich unsere 1.Mannschaft anschließend noch den Titel "Württembergischer Meister 2016"

Ein weiteres Highlight war das Spiel württemb. Meister gg. württemb. Pokalsieger (SG Leonberg/Etlingen) in der Stuttgarter Porsche-Arena bei der sich Blaustein den Titel "Super Cup Sieger 2016" holte.

Damit geht das Spieljahr 2016/17 als bisher erfolgreichste Saison in die Geschichte der TSV Handballer ein.

Die Damenmannschaft der Volleyballabteilung feiert mit dem Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga ihren bis dato größten Erfolg.

Chronik der Vorsitzenden

1899 bis 1900
Lorenz Zell

1900 bis 1902
Wilhelm Haug

1902 bis 1905
Leonhard Molitor

1905 bis 1909
Wilhelm Haug

1909 bis 1910
Mathäus Schnetzer

1910 bis 1912
Georg Looser

1912 bis 1913
Hans Knoll

1913 bis 1919
Anton Kummer

1919 bis 1924
Ruppert Motschenbacher

1924 bis 1928
Wilhelm Sauter

1928 bis 1932
Ruppert Motschenbacher

1932 bis 1934
Wilhelm Sauter

1934
Wilhelm Wiedmann,
kommissarisch

1934 bis 1939
Wilhelm Schnetzer

1939
Josef Wiedmann,
kommissarisch

1939 bis 1944
Gottfried Dürr

1945 bis 1947
Karl Bek

1947 bis 1952
Herrmann Schmidt

1952 bis 1964
Karl Jüngst

1964 bis 1967
Willy Ruedel

1967 bis 1969
Willi Kraus

1969 bis 1976
Heinz Mörseburg

1976 bis 1984
Arthur Willrett

1984 bis 2015
Erhardt Schneider

2015 bis heute
Georg Hatzichristou